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Das Bindegewebe

Oh, wie langweilig, werden jetzt manche vielleicht sagen. Aber warten Sie es nur ab, sie werden noch staunen – und Sie werden froh sein, diesen Artikel gelesen zu haben.Wir hören öfter etwas von „Bindegewebsschwäche“. Damit erklären die Ärzte das Auftreten von Krampfadern, von „Apfelsinenhaut“, von überdehnbaren Gelenken. Außerdem wissen alle Ärzte, dass durch das Bindegewebe alles zusammengehalten wird, die Knochen, die Muskeln, die Organe und vieles andere mehr. Aber darüber hinaus erfahren Sie sehr wenig, nicht etwa, weil man Ihnen das Wissen nicht gönnt. Nein – die Ärzte wissen meist selbst nicht mehr. Und das ist fatal, wie Sie gleich erfahren werden.

Denn das Bindegewebe hat viel mehr Aufgaben, als nur alles zusammen zu halten. Es ist ein so extrem wichtiges Organ, dass man sich nur wundern muss, dass darüber so wenig bekannt ist. Denn das Bindegewebe ist das größte Stoffwechselorgan des menschlichen Körpers. Die Ärzte glauben das nicht!! Können Sie das glauben? Sie brauchen nichts zu glauben, Sie sollen wissen. Und wenn Sie diesen Artikel gelesen haben, dann werden Sie mehr über das Bindegewebe wissen als die meisten deutschen Medizinprofessoren. Wetten? Ich halte jedeWette mit Ihnen. Sprechen Sie nach diesem Artikel Ihren Hausarzt, Ihren Facharzt, Ihren Medizinprofessor an. Sie werden staunen, was Sie nun für einen Wissensvorsprung haben, der für Sie persönlich ganz wichtig ist.

Das Bindegewebe hält alles zusammen

Das wussten wir schon während des Studiums. Das wissen auch alle Ärzte. Alle Organe, alle Zellen, alle Gefäße, Nerven, Knochen usw. sind von Bindegewebe eingehüllt und völlig umgeben. Sogar zwischen die Zellen hat sich das Bindegewebe geschoben, sodass jede Zelle von der Nachbarzelle durch einen schmalen Bindegewebssaum getrennt wird.

Nun ist folgende Tatsache für unser Verständnis sehr wichtig: Durch die Kapillaren, die feinsten Blutgefäße, werden Sauerstoff und Nahrungsstoffe an die Organe transportiert. Die Kapillaren geben für die Organe alle diese Nährstoffe ab, aber nicht an die Organzellen, sondern an das Bindegewebe. Und das ist der entscheidende Punkt: Die Abgabe der Nährstoffe an das Bindegewebe. Von dort werden sie weiter zu den Zellen transportiert und vom Bindegewebe an die Zellen abgegeben. Es gibt also keinen direkten Kontakt von den Blutgefäßen, den Kapillaren, zu den Organzellen. Sondern alles läuft über das dazwischengeschaltete Bindegewebe.

Natürlich hat das alles seinen tieferen Sinn. Sonst wäre im Laufe der Evolution über die Millionen Jahre dieser Zell-Ernährungsprozess anders abgewickelt worden. Nur das, was sich bewährt, bleibt auf Dauer in der Natur erhalten. Deswegen ist es auch so wichtig, die Aufgaben des Bindegewebes zu verstehen. Es wirkt nämlich wie ein Schwamm, durch den ständig Flüssigkeiten gedrückt werden. Dieser Schwamm funktioniert gut, wenn die Flüssigkeiten völlig in Ordnung sind (für die Physiker: isoionisch, isotonisch, isoosmotisch). Wenn aber diese Flüssigkeiten Stoffe enthalten, die den Schwamm schlecht passieren können, dann bleiben mit der Zeit einige dieser Stoffe im Schwamm hängen. Mit der Zeit verstopft der Schwamm und wird allmählich unbrauchbar. Drücken Sie doch einmal etwas Öl in einen Schwamm und prüfen Sie danach, ob der Schwamm noch völlig intakt ist. Sie wissen schon vorher, dass er dann nicht mehr viel taugt.

Das Gleiche passiert auch beim Menschen und genau diese Tatsache ist den meisten Ärzten völlig unbekannt. Dabei ist sie für das Verständnis von Gesundheit und Krankheit extrem wichtig. Denn bei diesem Vorgang der Nährstoff-Passage durch das Bindegewebe ereignet sich der Prozess der „Verschlackung“, den die meisten Ärzte total ablehnen. Diese Verschlackung entsteht aber durch Stoffe, die nicht richtig das schwammartige Bindegewebe durchdringen können, so wie das Öl in einem normalen Schwamm einen Teil der Poren verstopft. Die Ablehnung des Begriffs Verschlackung zeigt, dass die Ärzte über diesen Vorgang nichts wissen. Damit schaden sie sowohl sich selbst als auch ihren Patienten, weil sie keine geeigneten Maßnahmen ergreifen können (und auch nicht wollen), diesen Prozess zu vermindern, zu hemmen oder sogar aufzuhalten.

Deswegen sind Ärzte im Allgemeinen auch nicht gesünder als ihre Patienten. Denn sie wissen viel über Krankheitsbehandlung und wenig über Gesundheitserhaltung. Und die Krankenkassen heißen eben Krankenkassen, weil sie nur bezahlen, wenn jemand krank geworden ist. Braucht einer aber Unterstützung, weil er gerne gesund bleiben will, dann lehnen die „Krankenkassen“ alle Verantwortung und fast jegliche Bezahlung ab. In erster Linie ist unser Kassen- und Ärztesystem krank. Und aus diesem Grunde werden auch kranke Patienten „produziert“. Denn gesunde Patienten sind uninteressant, weil man an ihnen wenig verdienen kann.

Das Bindegewebe „verschlackt“ also mit der Zeit, wenn wir nicht die optimalen Nährstoffe im Blut haben, die problemlos durch diesen Schwamm hindurch dringen und die Organzellen versorgen können. Wenn diese Nährstoffe optimal für unseren Körper sind, dann gelangen sie leicht zu den Zellen und können diese ernähren. Sind sie aufgrund von Stoffwechselbelastungen aber nicht mehr optimal, dann bleibt etwas im Bindegewebe hängen. So fängt die Verschlackung an. Da wir von dem ganzen Prozess nichts ahnen und auch nichts merken (denn das Bindegewebe hat keine Schmerzrezeptoren), geht die Verschlackung munter immer weiter. Wir merken vielleicht, dass wir nicht mehr so quicklebendig sind wie in jüngeren Jahren; dass wir die Nächte nicht mehr so durchmachen können; dass wir körperlich nicht mehr ganz so leistungsfähig sind wie fünf oder zehn Jahre vorher usw. Wir schieben das meist auf unser höheres Alter oder auf stärkere berufliche und familiäre Belastungen. Das stimmt ja auch sehr häufig. Das Wesentliche ist aber die Verschlackung, d.h. die Ablagerung von belastenden Stoffen in das Bindegewebe.

Denn dieses verstopft mit der Zeit und lässt die Nährstoffe nicht mehr so leicht zu den Zellen dringen. Die Zellen werden weniger versorgt und sind deswegen auch weniger leistungsfähig. Das können die Muskelzellen sein, die Gehirnzellen, die Leberzellen, der Herzmuskel oder jedes andere Organ. Denn alle Zellen, alle Organe werden auf die gleiche Art versorgt. Es gibt keine Ausnahme. Fragen Sie aber einmal ihren Arzt, ob er weiß, wie die Organe versorgt werden. Ob er in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Bindegewebes kennt. Und ob er von einer Therapie des Bindegewebes schon irgendetwas gehört hat.
Wenn Ihr Arzt ehrlich ist, dann wird er seine Wissenslücken zugeben. Dann können Sie ihn über die Schwamm- und Filterfunktion des Bindegewebes aufklären. Denn dieser Schwamm soll natürlich die belastenden Stoffe aus dem Blut von den Organzellen fernhalten. Wie ein Luftfilter beim Auto Staub und Fremdstoffe vom Motor fernhalten soll, so soll auch das Bindegewebe das Gute durchlassen und das Schlechte festhalten. Das ist ein wahrer Segen für die Organzellen und deswegen überlebenswichtig.

Was bleibt nun in diesem Bindegewebe hängen?

In der Wissenschaft heißen die wichtigsten Stoffe „Glykosaminoglykane“ und „Proteoglykane“. Das sind Zucker-Eiweiß-Verbindungen. Es bleiben aber auch hängen: Giftstoffe aus Dünn- und Dickdarm, hauptsächlich Fuselalkohole aus dem Zuckerstoffwechsel und Fäulnisprodukte aus dem Eiweißstoffwechsel. Daneben sind es Medikamentenrückstände, Schwermetalle, Nikotin, Nahrungsmittelzusatzstoffe (z.B. Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker u.a.), Chemie-Substanzen und viele andere, die wir vielleicht gar nicht genau definieren können.

Prof. Heine, der sein Leben lang über das Bindegewebe geforscht hat, bezeichnet es auch als den „Müllabladeplatz des Körpers“. Denn es tut nicht weh, ist außerordentlich belastbar und klagt nie. Erst wenn seine Müllaufnahme-Kapazitäten weit gehend erschöpft sind, dann merken wir irgendwelche Störungen und Krankheiten. Die beziehen wir allerdings nie auf das Bindegewebe, sondern sehr häufig auf das „böse Schicksal“. Man geht in der Medizin davon aus, dass ungefähr 70 Prozent der Funktion eines Organs blockiert sein müssen, bevor es dem Betroffenen auffällt. D.h., dass auch 70 Prozent des Bindegewebes blockiert sind (wie bei einem Schwamm), bevor wir ernsthaft krank werden.

Was können wir armen Menschen nun tun, damit wir uns vor den vielen Belastungen, aus denen später die Krankheiten entstehen, schützen können. Das ist einerseits ziemlich einfach und andererseits schwierig. Wenn wir uns im Großen und Ganzen an die „Gesundheitsgesetze“ halten (s. u.a. auch mein Buch: „Naturheilkunde für Jeden“), dann können wir schon sehr viele derartiger Störungen vermeiden. Möglichst optimale Gesundheitserhaltung sollte unser Lebensmotto sein, im körperlichen, im seelischen und im geistigen Bereich. Damit haben wir eine Aufgabe vor uns, mit der wir uns viel beschäftigen müssen. Wir haben aber auch Vorbilder, an denen wir uns orientieren können, z.B. den immer lachenden Dalai Lama oder Mutter Teresa mit ihrer totalen Hingabe an die Liebe. Denn wir haben viele Gewohnheiten, die wir ungern aufgeben. Wir möchten alles so bequem wie möglich haben und vernachlässigen dadurch oft die Disziplin, die wir brauchen, um dauernd gesund zu bleiben. Dafür müssen wir nämlich unseren Körper, unsere Seele, unseren Geist optimal pflegen. Die Details will ich hier nicht wieder aufführen, weil das den Rahmen dieses Referates sprengen würde. In meinem oben genannten Buch und in vielen anderen Referaten der Reform-Rundschau bin ich auf diese Zusammenhänge schon oft eingegangen.

Das Bindegewebe wird entlastet durch eine optimale Ernährungsweise, denn die Hauptbelastung kommt aus dem Dünndarm (s. auch meinen Artikel über den „Dünndarm“ in der Reform-Rundschau 2001/02). Weiterhin müssen wir uns optimal bewegen, wir müssen einen guten Schlafplatz haben und abgehärtet sein. Wenn wir dann noch viel singen, immer gut gelaunt sind, uns nicht vom „Stress auffressen lassen“ und mit einer hohen Lebensqualität leben, dann kann eigentlich auch mit dem Bindegewebe nicht mehr viel schief gehen.

Alles hängt von uns selbst ab, denn wir allein sind für unsere eigene Gesundheit verantwortlich, nicht die Ärzte, nicht die Krankenkassen, nicht die Politiker. Das Bindegewebe wird am besten gereinigt, wenn unser Lymphsystem in Ordnung ist. Das ist aber auch wieder ein Extrareferat, wobei ein Artikel über das Lymphsystem bereits in der Reform-Rundschau erschienen ist. Aber darüber kann man immer wieder schreiben.

Die Verschlackung des Bindegewebes wurde mit entsprechenden anatomischen Studien vor allem von Pischinger, Wien und später von H.H. Heine, Frankfurt, in sehr gründlichen Untersuchungen seit über 50 Jahren nachgewiesen. Die entsprechenden Lehrbücher sind im Haug- bzw. im Hippokrates-Verlag erschienen und z.Zt. noch erhältlich. Jeder Arzt könnte sich also selbst von der Richtigkeit meiner Ausführungen überzeugen. Aber nur wenige werden Interesse daran haben. So bleibt das Unwissen bestehen, weil auch die Professoren an den Universitäten nichts von diesen Forschungen wissen wollen. Und so lernen natürlich auch unsere Medizinstudenten nichts davon und halten wie ihre Professoren den Begriff der Verschlackung für total lächerlich und unwissenschaftlich.

So muss jeder Mensch allein für sein intaktes Bindegewebe sorgen. Tut er das nicht, dann verschlackt er und seine Organe können nicht mehr so gut arbeiten. Mit der Zeit wird er krank werden. Er wird sich beschweren, dass er nicht mehr völlig gesund wird. Er erklärt diese Leistungsminderung mit dem Stress, dem Alter, den Genen. Und die Ärzte werden ihm Recht geben, weil ihnen dazu auch nichts anderes einfällt. Unser Patient gibt sich damit zufrieden, belastet sein Bindegewebe immer mehr und wird mit der Zeit immer kränker. Das ist die heute übliche Entwicklung.

Nur wenige fragen, ob evtl. eine andere Ursache dahinter stecken könnte. Sie ändern ihre Ernährung auf biologische Kost, sie kauen langsam, sie bewegen sich viel mehr als früher, sie streben ein optimales Gewicht an, sie bemühen sich um einen optimalen Schlafplatz und sie fangen an zu singen. Allmählich, aber meist erst ganz langsam, verbessert sich ihre Gesundheit. Wenn sie lange genug auf diesem Wege bleiben, dann werden sie immer gesünder, gehen nur noch selten zum Arzt und versuchen, alle täglichen Beschwerden mit einfachen Naturheilmitteln auszukurieren. In der normalen Gesellschaft werden sie allmählich zum Außenseiter, weil sie längst nicht mehr alles mitmachen. Impfen, Grillpartys, Stammtischrunden, Fernsehkrimis und vieles andere werden immer mehr gemieden. Diesen Menschen geht es gesundheitlich besser, aber gesellschaftlich tritt evtl. eine gewisse Isolation ein. Denn die anderen können das nicht verstehen.

Darum muss man sich entscheiden, ob man mit der Masse mithalten oder gegen den Strom und die derzeitige Zivilisationsmode schwimmen will. Denn unsere gegenwärtige Lebensweise macht sehr krank. Das zeigen alle Zahlen und Entwicklungen. Also muss man sich davon trennen, wenn man gesund bleiben will. Und ein gesundes Bindegewebe ist ein ganz wesentlicher Baustein für unsere Gesundheit in Körper, Seele und Geist. Denn alles hängt miteinander zusammen und ist untrennbar verbunden.

Ein Hinweis ist aber noch wichtig. Das Bindegewebe hat in unserem Organismus eine extreme Bedeutung, weil der gesamte Stoffwechsel darüber läuft. Nur eine Methode, schulmedizinisch oder naturheilkundlich, in der auf die Pflege des Bindegewebes allergrößter Wert gelegt wird, kann auf Dauer zu einer nachhaltigen Verbesserung unserer Gesundheit führen. Da nicht viele Ärzte davon wissen, sind Misserfolge mit allen Behandlungen (auch in der Naturheilkunde) auf längere Sicht vorprogrammiert. Sie selbst als Patient müssen das berücksichtigen und Ihre Gesundheitsvorsorge selbst in die Hand nehmen. Die Ärzte sind in den weitaus meisten Fällen damit überfordert.

Habe ich Ihnen mit meinem Artikel zu viel versprochen? Oder wussten Sie das alles schon? Denn der Artikel müsste eigentlich noch viel länger werden, wenn man auf alles eingehen wollte. Aber dann wieder nicht mehr gern gelesen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie jetzt Ihren Körper, Ihre Krankheit, die Schwierigkeit Ihrer Gesundung besser beurteilen können und wissen, was sie von heute an zu tun haben, wenn Sie auf Dauer gesund bleiben wollen.

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