Akupunktur-Behandlung

Methode: Stimulierung von Akupunkturpunkten mit feinen Nadeln

Ziele: Gleichgewicht der Lebensenergie, Aktivierung der Selbstheilungskräfte

Wirkung: Schmerzlindernd, stimmungsaufhellend, harmonisierend, ausgleichend & beruhigend

Dauer: 15 bis 30 Minuten pro Sitzung

Häufigkeit: 6 bis 10 Einzelsitzungen, danach eine mehrwöchige Pause

Kosten: Übernahme durch gesetzliche Kassen bei chronischen Beschwerden der LWS & Gonarthrose

Akupunktur: Wirkung, Ablauf, Arten & Indikationen

Die chinesische Akupunktur erfreut sich zu Recht immer größerer Beliebtheit. Schließlich ist sie gemäß zahlreichen klinischen Studien und aktueller Forschung bei vielen Indikationen genauso wirksam wie die klassische Schulmedizin und erzeugt im Gegensatz zu einer medikamentösen Versorgung keine, oder nur äußerst geringe Nebenwirkungen. Sie kann nach Belieben und über eine lange Dauer angewendet werden und problemlos mit weiteren Therapien kombiniert werden. Im nachfolgenden Artikel beantworten wir Ihnen häufige Fragen zum wirkungsvollen asiatischen Behandlungsverfahren.

Was ist Akupunktur?

Die Akupunktur gehört zur traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und basiert auf der Annahme einer fließenden Lebensenergie (Qi), die bei Störungen zur Entstehung von Krankheiten führen kann. Ziel der Behandlung ist es, das Qi durch die gezielte Stimulation bestimmter Akupunkturpunkte wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Wie funktioniert Akupunktur?

Die Lebensenergie (Qi) durchfließt den Körper in zwölf Hauptleitbahnen (Meridiane) und beeinflusst die Funktion der Organe. Davon fließen sechs Meridiane von oben nach unten und werden dem männlichen Prinzip (Yang) zugeordnet, weitere sechs Leitbahnen fließen von unten nach oben und werden dem weiblichen Prinzip (Yin) zugewiesen.

Bei einem Ungleichgewicht beider Kräfte ist die Lebensenergie gestört; es kommt zu gesundheitlichen Störungen oder Krankheiten. Grundsätzlich korrespondiert jeder Meridian mit bestimmten Organen und Körperfunktionen und besitzt zahlreiche Akupunkturpunkte, an denen sich die Lebensenergie durch feine Nadeln positiv beeinflussen lässt. Zusammen besitzen alle Meridiane 360 Punkte, an denen die Selbstheilung angeregt werden kann.

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Fragen zur

Akupunktur

 

 

Nach einer ausführlichen Diagnose werden die relevanten Akupunkturpunkte (meist nicht mehr als 16) durch den Einstich dünner, steriler Einmalnadeln stimuliert. Während die Nadeln rund 15 bis 30 Minuten in der Haut verbleiben, wird eine Reaktion des Nervensystems ausgelöst, welche die Organe und das Gewebe reflektorisch beeinflussen kann. Das Gehirn schüttet schmerzlindernde und stimmungsaufhellende Substanzen aus, die sich positiv auf die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden auswirken.

Meist besteht eine Akupunkturserie aus sechs bis zehn Einzelsitzungen, die einmal wöchentlich und bei akuten Ereignissen täglich durchgeführt werden kann. Schließt sich der ersten Serie eine weitere an, wird in der Regel eine Reizpause von mehreren Wochen eingelegt.

Wie schnell die alternative Heilmethode wirkt, ist von Patient zu Patient unterschiedlich und hängt von der individuellen Konstitution und der Art der Erkrankung ab. So kann ein Gefühl der Besserung direkt nach der ersten Nadelung auftreten oder erst nach einigen Anwendungen.

Akupunkturpflaster – im speziellen auch verwendete Moxapflaster – oder Cross-Tapes sind Gitternetzpflaster, die auf den Akupunkturpunkten angebracht werden, die oberste Hautschicht leicht anheben und dadurch das darunterliegende Gewebe entlasten. Jedoch ist die punktgenaue Platzierung für Laien schwierig und die Stimulation des Punktes weniger intensiv als durch eine Nadel. Daher empfiehlt sich immer der Gang zu einem ausgebildeten Akupunkteur, zumal die gesetzlichen Krankenkassen die Akupunktur-Kosten häufig übernehmen.

Ruft das Setzen der Akupunkturnadeln Schmerzen hervor?

Grundsätzlich sind Akupunkturnadeln deutlich dünner und flexibler als Nadeln, mit denen Blut abgenommen wird. Der Einstich ist daher nahezu schmerzfrei, kann aber ein leichtes Kribbeln, ein Gefühl von Taubheit oder ein Wärmegefühl hervorrufen. Hier spricht man vom sogenannten De-Qi-Gefühl, das zeigt, dass der behandelnde Arzt oder Heilpraktiker das Qi des Meridians getroffen hat.

Werden Akupunktursitzungen von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen?

Gesetzliche Krankenversicherungen übernehmen die Kosten der Akupunktur-Behandlung bei chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule (LWS) oder bei Kniegelenksarthrose (Gonarthrose). Bewilligt werden bis zu zehn Sitzungen im Zeitraum von sechs Wochen. Nach zwölf Monaten ist ein weiterer Behandlungszyklus möglich. Darüber hinaus haben gesetzlich Versicherte die Möglichkeit, eine Zusatzversicherung für Alternativmedizin abzuschließen und die Kosten darüber zu begleichen.

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Übernehmen private Krankenkassen die Kosten für Akupunktur-behandlungen?

Ob die Kosten für Akupunktur von den privaten Krankenkassen übernommen werden, hängt in erster Linie vom jeweiligen Versicherungsvertrag ab. Enthält dieser Leistungen der Naturmedizin, stehen die Chancen auf eine Kostenübernahme gut. Im Zweifel sollen Sie die Kostenübernahme vor Behandlungsbeginn mit Ihrer Versicherung abklären.

Wer führt eine Akupunktur durch?

Eine Akupunktur wird normalerweise von Ärzten oder Naturheilpraktikern durchgeführt und erfordert eine zusätzliche Ausbildung, die in der konventionell westlichen Medizin nicht vorgesehen ist. Die Ausbildung für Ärzte umfasst vier unterschiedliche Qualifikationsstufen.

Welche Akupunktur-Arten gibt es?

Seit die traditionelle Akupunktur immer mehr in den Blickpunkt der gesundheitsbewussten Öffentlichkeit rückt, entwickelten sich zusätzlich zur klassischen Akupunktur zahlreiche Sonderformen:

Die Ohrakupunktur wurde in den 1950er Jahren von dem französischen Arzt Paul Nogier entwickelt, der davon ausgeht, dass die Ohrmuschel dem Aufbau eines embryonalen menschlichen Körpers entspricht und die einzelnen Akupunkturpunkte korrespondierenden Körperregionen zugewiesen werden können. Die Ohrakupunktur kann auch ohne ausführliche Anamnese durchgeführt werden.

Die Elektroakupunktur geht ursprünglich auf den französischen Arzt Roger de la Fuye zurück, der das erste Elektroakupunkturgerät entwickelte. Wie auch Richard Croon, der Vater der Elektroneuraltherapie, nahm er an, dass sich die Akupunkturpunkte der chinesischen Medizin durch einen geringeren Hautwiderstand von der umgebenden Haut unterscheiden. Weiterentwickelt wurde die EA vom deutschen Arzt Reinhold Voll, der anhand der einzelnen Hautwiderstände mögliche Störungen ermittelt und mit homöopathischen Mitteln therapiert.

Hier akupunktiert der behandelnde Arzt die relevanten Punkte mit einem Softlaserstrahl, so dass diese Akupunkturart besonders geeignet ist für Menschen mit Nadelangst oder Kinder. Ebenso kommt die Laserakupunktur bei der Behandlung empfindlicher Körperregionen zum Einsatz.

Die sogenannte Triggerpunkt-Akupunktur oder auch Triggerakupunktur wird überwiegend in der Schmerzmedizin eingesetzt, harmonisiert schmerzende Muskelpartien mit einer feinen Nadel und führt gezielt eine Muskelentspannung herbei.

Wie wirkungsvoll ist Akupunktur bei den unterschiedlichen Erkrankungen?

Obwohl die Akupunktur als alternatives Verfahren nicht im Fokus der klassischen Medizin steht und daher vom behandelnden Arzt meist nicht angesprochen wird, lohnt sich ein Versuch – besonders bei chronischen Beschwerden – auf jeden Fall. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Erkrankungen, bei denen die Behandlung Linderung bringen kann.

Akupunktur bei verschie­denen Erkrankungen

Die Kniegelenksarthrose, oder auch Gonarthrose, mündet nicht selten in der Implantation eines künstlichen Kniegelenks: Einem schwerwiegenden Eingriff mit vielen Risiken, der unter Umständen durch eine gezielte Akupunktur vermieden werden könnte.

So analysierte eine vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) für Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen initiierte Studie anhand von Modellprojekten u. a. die Wirksamkeit der Behandlungsmethode gegen die Kniearthrose und kam zu äußerst positiven Ergebnissen. Auch die GERAC-Studien (German Acupuncture Trials) belegen die positive Wirkung der Akupunktur bei Gonarthrose und bescheinigen ihr eine deutliche Überlegenheit im Vergleich zu konventionellen Behandlungsverfahren. Obwohl die Knorpelschäden nach wie vor bestehen, klingen Beschwerden und Gelenksteife meist bereits nach fünf bis fünfzehn Sitzungen deutlich ab.

Chronische Rückenschmerzen gehören in Deutschland zu den weit verbreitetsten und teuersten medizinischen Beschwerden und werden durch die unterschiedlichsten Ursachen hervorgerufen. So können Muskelverspannungen im Lendenbereich und Fehlbelastungen zu starken Schmerzen führen, die mitunter bis in den Oberschenkel oder das Knie ausstrahlen. Konservative Behandlungsansätze wie die Verordnung von Analgetika, Muskelrelaxantien und Injektionen bringen hier jedoch nur selten das gewünschte Ergebnis. Das gleiche gilt für Physiotherapie und Wärmebehandlungen.

Dagegen wird die positive Wirkung der Triggerpunkt-Akupunktur bei Schmerzen der Lendenwirbelsäule hinreichend durch Studien der G-BA und der GERAC belegt. Während einer Sitzung werden gezielt feine Nadeln in die schmerzenden Muskelbereiche gestochen; gleichzeitig werden der Blasenmeridian, die Wirbelsäule und Fernpunkte an den Extremitäten stimuliert. Auf diese Weise können selbst permanente Rückenschmerzen ohne Medikamente oft dauerhaft ausgeheilt werden, so dass die Akupunktur bei Rückenschmerzen seit 2007 eine offizielle Kassenleistung ist.

Akupunktursitzungen aktivieren erwiesenermaßen Mechanismen zur Schmerzkontrolle, hemmen die Schmerzempfindlichkeit im Gehirn und setzen schmerzlindernde und beruhigende Endorphine frei. Daher werden sie besonders in der Schmerztherapie eingesetzt. Auch bei der Migräne-Behandlung und Migräne-Prophylaxe leistet das chinesische Multitalent häufig gute Dienste und gleicht Energieüberschüsse und Energiedefizite aus.

So gehen Naturmediziner bei der meistens bei Frauen auftretenden Urogenitalmigräne von einem schwachen Yin aus, das durch Blutmangel oder durch die Wechseljahre verursacht werden kann. Dieses Defizit wird durch die gezielte Behandlung des Niere-Blasenmeridians ausgeglichen. Bei Männern, die eher zu Energieüberschüssen tendieren, wird häufig der Leber-Gallenmeridian behandelt. Neben der Migräne und verschiedenen weiteren Arten des Kopfschmerzes kann die Akupunktur auch bei neurologischen Erkrankungen wie dem Karpaltunnelsyndrom, Polyneuropathien oder vegetativen Dysfunktionen Linderung bringen.

Immer mehr Menschen klagen über Tinnitus. Hauptauslöser sind meist Stress oder psychische Belastungen, können jedoch auch Hörstürze, Lärmschäden oder andere Erkrankungen sein. Egal, welche Ursache: Wichtig ist auf jeden Fall, dass mit der Tinnitus-Therapie so schnell wie möglich begonnen wird. Bei der Diagnostik unterscheidet der behandelnde Arzt zunächst, ob eine Fülle- oder eine Leere-Störung vorliegt. Im Anschluss werden auf Basis des ursächlichen Organs die relevanten Akupunkturpunkte festgelegt.

Sinnvoll ist es auch, mögliche Störfelder im Bereich der Mandeln, Zähne, Nasennebenhöhlen und der Halswirbelsäule (HWS) zu überprüfen und zu beseitigen. Bei besonders schweren Fällen kann die Akupunkturbehandlung zusätzlich durch weitere Leistungen wie eine Neuraltherapie, manuelle Therapie oder Entspannungsübungen unterstützt werden.

Alle Jahre wieder kommen mit dem Frühling auch die Pollen. Für Pollenallergiker beginnt eine ausgeprägte Leidenszeit, die für viele Betroffene mit Medikamenten und spezifischen Immuntherapien (Hyposensibilisierung) einhergeht. Neben den klassischen schulmedizinischen Heilmethoden ist es auch möglich, auf natürliche Allergiebehandlungen wie die Akupunktur zu setzen. So benötigen akupunktierte Patienten nach der Behandlung deutlich weniger Medikamente und verzeichnen eine drastische Senkung der körpereigenen Antikörper (IgE) im Blut.

Auch die WHO bescheinigt der Nadeltherapie eine hohe Wirksamkeit im Kampf gegen den Heuschnupfen. In der Praxis sprechen drei von vier Pollenallergikern auf das Behandlungsverfahren an und spüren danach eine deutliche Linderung ihrer Symptome. Üblicherweise beginnt die Akupunktur gegen Heuschnupfen in der kalten Jahreszeit, in der keine Allergie-Symptome bestehen.

Schulterbeschwerden entstehen durch Verletzungen, Prellungen, muskuläre Dysbalancen und chronische Entzündungen, die sich durch fortlaufende einseitige Bewegungsmuster entwickeln und meist ab dem 45. Lebensjahr auftreten. Zu den wohl bekanntesten Krankheitsbildern gehört dabei die Frozen Shoulder, d. h. die steife Schulter. Allen Beschwerden gemeinsam ist, dass sie sich oft über Jahre hinziehen und in Härtefällen zum Einsatz einer Schulterprothese führen.

Gemäß chinesischer Medizin basieren Schultererkrankungen auf einer Blutschwäche, die zu einer Mangelernährung von Schulterkapsel und Schultermuskulatur – und damit verbunden zu Entzündungen und Kapselschrumpfungen – führt. Bei der Schulter-Akupunktur werden z. B. Akupunkturpunkte auf dem Dickdarmmeridian und dem Dünndarmmeridian mit lokalen Schmerzpunkten, Nahpunkten im Nacken-Oberarm-Bereich sowie Fernpunkten an Hand und Unterschenkel kombiniert. Meist tritt eine Linderung der Schulterschmerzen zwischen der achten und fünfzehnten Akupunktursitzung ein und schreitet innerhalb der ersten drei Monate nach Beendigung der Nadeltherapie weiter fort.

Die moderne Medizin kennt mittlerweile über 300 Erkältungsviren, die in der kalten Jahreszeit über Tröpfcheninfektionen allgegenwärtig sind. Besonders groß ist die Ansteckungsgefahr in Schulen, Kindergärten und großen Menschenmengen. Jedoch gelangt die Schulmedizin schnell an ihre Grenzen, denn ein Antibiotikum wirkt lediglich bei durch Bakterien verursachten Erkältungen.

Klar im Vorteil sind hier Menschen, die auf die präventive und heilende Kraft der chinesischen Medizin vertrauen und die Anzahl ihrer Abwehrzellen (Leukozyten) bereits vorab durch Akupunktur erhöhen. Aber auch, wenn der grippale Infekt bereits im Gange ist, kann die heilende Kraft der Nadeln viel bewirken, stärkt sie doch die Lungenenergie, macht die Bronchien frei und sorgt für ein Abklingen von Hustensymptomen. Bei akuter und permanenter Sinusitis wird der angestaute Schleim beseitigt; Nasennebenhöhlen- und Stirnhöhlenentzündungen klingen ab.

Die meisten Erkrankungen der Atmungsorgane werden über den Meisterpunkt 17 akupunktiert, der etwa in Höhe der Brustwarzen auf dem Brustbein liegt und somit genau der Stelle für heilende Einreibungen mit ätherischen Ölen entspricht. Besonders wirksam bei Bronchitis ist die sogenannte Moxibustion, eine Sonderform der Akupunktur, bei der getrockneter Beifuß über den Akupunkturpunkten zum Glühen gebracht wird. Die Moxibustion ist in der Regel schmerzfrei, verursacht eine angenehme Wärme und fördert die Durchblutung des Gewebes.

Ischiasschmerzen entstehen durch eine Veränderung der Lendenwirbelsäule und strahlen meist vom Gesäß bis zum Bein aus. Häufig verursacht wird diese sogenannte Ischialgie durch eine Blockade des Iliosakralgelenks, einen Bandscheibenvorfall oder durch das Gewicht einer fortschreitenden Schwangerschaft.

Eine Ischias-Akupunktur ist eine äußerst effektive und medikamentenfreie Methode, akute und andauernde Ischiasbeschwerden zu lindern, Energieblockaden und Verspannungen zu lösen und das Qi zu fördern. Unterstützt werden kann die Akupunktur des Ischiasnervs durch Schröpfen oder eine TuiNa-Massage. Bei akuten Ischiasschmerzen tritt meist bereits nach fünf Terminen eine deutliche Linderung ein, bei chronischen Schmerzen nach rund zehn Sitzungen.

Depressionen werden immer mehr zur deutschen Volkskrankheit. Die Betroffenen fühlen sich müde, erschöpft und ausgelaugt, sind ohne äußeren Anlass mutlos und traurig oder leiden an diffusen Ängsten. In der TCM können Depressionen beispielsweise auf ein übermächtiges Yin in Körper, Geist und Seele zurückgeführt werden. Dieses Ungleichgewicht von Yin und Yang kann sowohl durch innere Einflüsse als auch durch äußere Faktoren wie Dunkelheit, Kälte oder Arbeitsplatzverlust verursacht werden.

Zur Harmonisierung werden je nach Indikation entweder das Leber-Qi oder das Herz-Qi behandelt. Ein weiteres Plus neben der hohen Wirksamkeit ist auf jeden Fall die gute Verträglichkeit der Nadeltherapie. Schließlich treten bei der Akupunktur keinerlei Nebenwirkungen auf, während die Antidepressiva der Schulmedizin zu starken Nebenwirkungen und im schlimmsten Fall zur Medikamentensucht führen können.

Wenn die Nacht zum Tag wird, ist guter Rat oft teuer. Zahlreiche Einschlafstörungen und Durchschlafstörungen werden durch belastende Ereignisse, Depressionen oder stundenlanges Grübeln verursacht, dazu kommt die Angst, nachts nicht schlafen zu können. Schulmedizinisch werden in einem solchen Fall häufig Benzodiazepine oder Z-Substanzen verordnet, welche lediglich die Symptome lindern, die Ursachen aber nicht beseitigen. Eine äußerst kurzsichtige und auch kurzfristige Behandlung, da diese Arzneimittel durch die hohe Suchtgefahr nicht länger als 4 Wochen eingenommen werden dürfen.

Aus chinesischer Sicht handelt es sich bei Schlafstörungen um ein Ungleichgewicht der weiblichen Yin-Energie und der männlichen Yang-Energie. Dabei steht das Yin für die Welt der Gefühle, der Intuition, der Nacht und des Schlafs; das Yang dagegen verkörpert die Welt des Tages, des Verstandes und der Aktivitäten. Es liegt auf der Hand, dass es bei einer Dominanz des Yangs – beispielsweise durch Kunstlicht, Fernsehen und zu langes Arbeiten – zu Schlafproblemen kommt. Durch die Akupunkturnadeln werden beide Kräfte harmonisiert, schlaffördernde, muskelentspannende Stoffe ausgeschüttet und ein entspannender Schlaf ermöglicht. Auch eine Akupunktur gegen Schnarchen kann versucht werden. Hier wird der unmittelbar mit den Atmungsorganen zusammenhängende Meisterpunkt 17 mit einer oder mehreren Nadeln akupunktiert. Die Sitzungsdauer liegt zwischen 20 und 30 Minuten.

Was kann noch mit Akupunktur behandelt werden?

Die chinesische Akupunktur ist äußerst vielfältig und kann neben der Linderung von Krankheiten und Schmerzen auch in vielen anderen Bereichen eingesetzt werden. Dazu zählen beispielsweise:

Behandlungen mit Akupunktur

In vielen Kreißsälen werden mittlerweile Akupunkturbehandlungen zur Reduzierung von Wehenschmerzen und Geburtsstress angeboten. Auch kann durch die Akupunktur eine beruhigende Wirkung erzielt und die Angst gelöst werden. Besonders wirksam ist die vorgeburtliche Akupunktur, wenn sie bereits vier Wochen (36. SSW) vor dem errechneten Geburtstermin mit ein bis zwei wöchentlichen Sitzungen begonnen wird. Durch die Stimulierung bestimmter Punkte wird der Muttermund bei seiner Reifung unterstützt, so dass die Wehen während der Eröffnungsphase effektiver wirken und die Geburt verkürzen können.

Auch früher in der Schwangerschaft ist die Akupunktur äußerst hilfreich, schließlich lindert sie völlig ohne Medikamente typische Schwangerschaftsbeschwerden. Durch die fehlenden Nebenwirkungen kann die Akupunktur in der Schwangerschaft nach Absprache mit dem behandelnden Gynäkologen meist bedenkenlos angewendet werden und kommt hauptsächlich zum Einsatz bei:

  • Schlafproblemen
  • Verspannungen & Rückenschmerzen
  • Erbrechen, Übelkeit & Sodbrennen

Ein unerfüllter Kinderwunsch stellt für das betroffene Paar eine immense Belastung dar und kann auch mit Hilfe einer Kinderwunschklinik nicht immer erfüllt werden. Der auf der Patientin lastende Druck ist deutlich zu hoch, Stress und Angst verhindern die Einnistung der befruchteten Eizelle. Ein Teufelskreis, der sich nach mehreren erfolglosen künstlichen Befruchtungen immer weiter verstärkt. Die Anwendung von Akupunktur bei unerfülltem Kinderwunsch fördert die Entspannung, reduziert mögliche Ängste und begünstigt die Erfolgsaussichten. Außerdem steigert sie die allgemeine Lebenskraft, kann den Menstruationszyklus harmonisieren und die Follikelreifung fördern.

Die Ursachen für Adipositas und chronisches Übergewicht sind vielfältig. So spielen neben fehlender Bewegung und falscher Ernährung häufig auch psychische Faktoren eine Rolle. Besonders den sogenannten „Frustessern“ oder nach zahlreichen Diäten demotivierten Menschen können gezielte Akupunktursitzungen helfen, den negativen Kreislauf zu durchbrechen. Dennoch sollten die Betroffenen nicht allein auf die Kraft der Nadeln setzen, sondern die Akupunktur mit einer sinnvollen Ernährungsumstellung und Sport kombinieren.

Als Akupunkturmethode wird meist die Ohrakupunktur oder auch Aurikulomedizin angewendet, schließlich können über das Ohr alle menschlichen Organe stimuliert werden und die Wege zum Gehirn sind hier am kürzesten. Nach einer umfassenden Diagnose werden bestimmte Punkte angeregt und die Nadeln je nach Indikation für eine Dauer von bis zu zehn Tagen mit einem Pflaster fixiert. Dadurch sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • schnellere Sättigung & beschleunigte Fettverbrennung
  • Entgiftung & Abtransport von Stoffwechselschlacken
  • Vermeidung von Essattacken
  • Reduzierung von Hungergefühlen
  • Steigerung der Aktivität

Grundsätzlich kann eine Raucherentwöhnung nur dann gelingen, wenn seitens des Betroffenen der unbedingte Wille, die Disziplin und das Durchhaltevermögen dazu bestehen. Trotz aller guten Vorsätze ist es für viele Raucher äußerst schwer, der Sucht zu entkommen; Rückfälle gehören zur Tagesordnung. Eine gezielte Akupunktur gegen Rauchen kann wirkungsvolle Unterstützung während der Entwöhnung leisten. Entzugssymptome wie Reizbarkeit, Heißhunger, Schweißausbrüche, Gewichtszunahme oder Nervosität werden vermieden oder zumindest gelindert. Die am Ohr befindlichen Anti-Suchtpunkte können gezielt mit sterilen Dauernadeln angeregt oder bei Nadelangst auch mit Laserakupunktur behandelt werden. Die Nadeln selbst verbleiben einige Tage bis Wochen im Ohr und können zur Optimierung des Therapieerfolgs vom Patienten selbst manuell stimuliert werden.

Da sie keinerlei Nebenwirkungen verursacht, lässt sich die Manipulation von Akupunkturpunkten auch bei Kindern über drei Jahren gut anwenden. Hier werden allerdings in den seltensten Fällen Akupunkturnadeln verwendet, sondern die schmerzfreie Laserakupunktur oder Massage (TuiNa). Die Anwendungsgebiete sind vielfältig und reichen von Wachstumsbeschwerden, Ohrenschmerzen und Hauterkrankungen über Angststörungen bis hin zu Allergien und Asthma.

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